Samstag, 16. April 2011

Das Haar meiner Mutter

In der Tiefe einer Ebene saß ich,
sah zu euch hinauf,
sah euren gelockten Gang,
die glatten Gedanken,
suchte einen Ort,
suchte mich unter euch,
suchte die Stelle, an der etwas fehlte,
an der eine fehlte die Zitronenbonbons verteilte,
den Kindern über den Kopf streichelte,
einen Fuß auf ihrem Fuß nicht übel nahm.
Ich sah nichts,
nur Wolken von Menschen,
nur bewölkte Menschen,
ich stieg in mich hinab
und behauptete mich.
Es gab keinen Ort,
aber siehe da: Hier bin ich
und denke an die gütigen Hände der Kindheit,
die vergaßen mich zu berühren.
Meine Mutter hatte schöne Haare,
aber ich schnitt sie ab.
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