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Horten

Dienstag, 25. November 2008

Horten

Und weil nichts in dir wächst
Weil du so ein leeres Gefäß bist
Gehst du hin und hortest
Hortest die Worte und die Erinnerungen
Und die Unwissenheit
Nur um sie im falschen Moment
Ans Kreuz schlagen zu können
Oder sie wie Hornissen
Aus deinem Mund fliegen zu lassen
Sobald du ihn öffnest

Die bösen Worte
Die sich zielsicher wie Pfeile
In die Augen deiner Kinder setzen
Und ihren Blick trüben
Diese Worte
Die du ihnen vor die Füße wirfst
Damit sie straucheln
Du tust das um Zeit zu gewinnen
Um weitere Worte zu horten
Mit denen du sie um Verzeihung anflehst
Später (viel später?)
Wenn längst keine Hornissen mehr
Aus deinem zahnlosen Mund fliegen

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